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Reizdarm & Leaky Gut

Sinnvoll bei Reizdarm: die 3-Säulen-Therapie

Jeder fünfte Mensch in Österreich leidet unter Reizdarmbeschwerden. Im Gespräch mit dem Ernährungsmediziner und Immunologen Prof. DDr. Claus Muss erfährst du, welche Ursachen dahinterstecken und welche drei Säulen sich in der Praxis bewähren.

Veröffentlicht am Lesezeit ca. 6 Minuten Von Mag. Sandra Eisenwagen, BSc.
Person hält sich schmerzenden Bauch – Reizdarmbeschwerden und die Frage, was sinnvoll hilft
Reizdarm belastet phasenweise oder chronisch – ein strukturierter Ansatz kann helfen.

Wichtiger Hinweis

Das Reizdarmsyndrom ist eine Ausschlussdiagnose: Andere, organische Ursachen müssen zuerst ärztlich ausgeschlossen werden. Wenn du unter anhaltenden Darmbeschwerden leidest, lass diese bitte von deiner Ärztin oder deinem Arzt abklären. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

Porträt von Prof. DDr. med. Dr. habil. Claus Muss

Im Gespräch: Prof. DDr. med. Dr. habil. Claus Muss, Ph.D.

Führend in Ernährungsmedizin, Präventionsmedizin und Immunologie sowie Co-Autor mehrerer Fachbücher und zahlreicher wissenschaftlicher Journale.

Was versteht man unter dem Reizdarmsyndrom?

Jeder fünfte Mensch in Österreich leidet an Darmbeschwerden, dem Reizdarmsyndrom (RDS). Typische Symptome sind:

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Durchfälle und/oder Verstopfung
  • häufig auch Kopf- und Rückenschmerzen sowie Schlafstörungen

Diese Beschwerden belasten phasenweise oder chronisch, ohne dass organische Ursachen gefunden werden. In Stresssituationen – etwa vor Prüfungen, bei beruflichen Herausforderungen oder familiären Problemen – können die Symptome zunehmen.

Was sind die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren?

Für den Reizdarm werden mehrere Ursachen diskutiert. Sehr häufig besteht ein Zusammenhang mit Stress und belastenden Lebensereignissen. Die enge Verbindung zwischen Darm und Nervensystem wird als Darm-Hirn-Achse bezeichnet: Vorgänge im Darm können das Denken beeinflussen, und umgekehrt wirken psychische Prozesse auf Darmbeweglichkeit und Empfindlichkeit.

Weitere Faktoren, die eine Rolle spielen können:

  • immunologische Prozesse, die sich durch einfache Untersuchungen nachweisen lassen
  • eine Veränderung des Mikrobioms – ein gestörtes Gleichgewicht der Darmbakterien kann die Darmwand reizen
  • Fehlernährung oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten (entsprechende Antikörper können im Blut nachweisbar sein)
  • die längere Einnahme bestimmter Medikamente, etwa Antibiotika oder Kortison

Welche Therapien bewähren sich in der Praxis? Die 3-Säulen-Therapie

Laut Prof. Muss hat sich bei Reizdarm ein Ansatz aus drei Säulen bewährt, der Ernährung, Lebensstil und gezielte Unterstützung des Darms zusammenführt.

Unverträglichkeiten ausschließen & Ernährung umstellen

Zunächst sollten Nahrungsmittelunverträglichkeiten abgeklärt werden, gefolgt von einer individuellen Ernährungsumstellung. Der Grundsatz beim Reizdarm lautet: „Erlaubt ist, was bekommt." Eine vorübergehende Schonkost kann entlasten – etwa Tee, Brühe, Haferschleim, Zwieback (aus Dinkel oder glutenfrei) oder Mais- und Reiswaffeln. Nach kurzer Zeit sollte die Lebensmittelauswahl wieder erweitert werden.

Lebensstil ändern & entspannen

Zum Stressabbau gehören Lebensstiländerungen und Entspannungstherapien wie Yoga, Qigong, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Bauchhypnose. Entscheidend ist, eine persönlich passende Methode zu finden und das Loslassen zu lernen, um Entspannung zu ermöglichen.

Medikamentöse bzw. komplementäre Unterstützung

Häufig sollte die Darmmikroflora optimiert werden – idealerweise nach einer Diagnostik des Mikrobioms. Damit Probiotika langfristig wirken können, sind begleitend entzündungslindernde und entlastende Maßnahmen sinnvoll. Als Basis wird häufig PMA-Zeolith (z. B. PANACEO MED DARM REPAIR) eingesetzt, um die Lebensbedingungen der Darmbakterien zu verbessern und den Aufbau eines gesunden Darm-Mikrobioms zu unterstützen.

Was Studien zeigen

Studien deuten darauf hin, dass PMA-Zeolith typische Beschwerden des Reizdarmsyndroms und Darmentzündungen lindern kann. Eine stabile Darmbarriere wirkt sich zudem positiv auf das Mikrobiom aus.

Porträt von Mag. Sandra Eisenwagen, BSc.

Mag. Sandra Eisenwagen, BSc.

Seit 2015 Head of Research and Development bei Panaceo International GmbH in Österreich. Zuvor Beraterin für Ernährung und Verbraucherschutz bei der FAO und der Europäischen Kommission. Magister in Ernährungswissenschaften (Universität Wien) sowie Studium der Umweltbiologie an der Università degli Studi Roma Tre (Erasmus). Expertise in Lebensmitteldatenbanken, Ernährungswissenschaften, Lebensmittelsicherheit und Mikrobiologie.

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Hinweis: Dieser Beitrag gibt ein Experten-Interview wieder und dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. PANACEO MED DARM REPAIR ist ein Medizinprodukt zur Unterstützung der Darmgesundheit. Bei anhaltenden Beschwerden wende dich an deine Ärztin oder deinen Arzt.

Häufige Fragen

Fragen zum Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine funktionelle Störung mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und/oder Verstopfung, ohne dass organische Ursachen gefunden werden. Es gilt als Ausschlussdiagnose und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Aus drei Säulen: dem Ausschluss von Unverträglichkeiten samt Ernährungsumstellung, aus Lebensstiländerung und Entspannung sowie aus einer medikamentösen bzw. komplementären Unterstützung – etwa der Optimierung der Darmflora, oft mit PMA-Zeolith als Basis.

Sehr häufig besteht ein Zusammenhang mit Stress und belastenden Lebensereignissen. Über die sogenannte Darm-Hirn-Achse wirken psychische Prozesse auf Darmbeweglichkeit und Empfindlichkeit – und umgekehrt.

PMA-Zeolith wird häufig als Basis eingesetzt, um die Lebensbedingungen der Darmbakterien zu verbessern. Studien deuten darauf hin, dass er typische Reizdarm-Beschwerden und Darmentzündungen lindern kann. Er ersetzt keine ärztliche Behandlung.

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