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Zeolith-Wissen

Zeolith: Herkunft, Wirkung und geprüfte Qualität

Naturkraft für deinen Darm

Das Vulkanmineral bindet im Darm gezielt Stoffe und wird unverändert wieder ausgeschieden. Was dahintersteckt und woran du geprüfte Qualität erkennst.

Hellblauer Tonstein neben feinem Mineralpulver auf Stoff, natürlicher Rohstoff für Kosmetik, Keramik oder Pflegeprodukte
Kurz und knapp

Der Zeolith ist ein Vulkanmineral. Entstanden ist er vor Millionen Jahren, als Lava auf Meerwasser traf. Für die Anwendung im Darm zählt eine einzige Sorte: Klinoptilolith. Sein starres Kristallgitter bildet feine Kanäle, in denen er über Ionenaustausch gezielt Stoffe bindet – und sie unverändert wieder ausscheidet. Aufgenommen wird er dabei nicht. Entscheidend für die Qualität sind Reinheit, Aufbereitung und der geprüfte Produktstatus.

Was ist Zeolith? Herkunft eines natürlichen Vulkanminerals

Zeolithe sind eine Gruppe von über 40 Mineralien, die als Gerüstsilikate aufgebaut sind: Silizium- und Aluminium-Einheiten bilden ein starres dreidimensionales Gitter mit feinen, immer gleich großen Kanälen. Entstanden sind sie dort, wo vulkanische Asche auf Meerwasser traf – über Jahrtausende wurde daraus ein kristallines Gestein.

Klinoptilolith – die Sorte, auf die es ankommt

Von diesen über 40 Mineralien ist für die Anwendung im Darm nur eines relevant: Klinoptilolith. Es hat die passende Porengröße und ist in Untersuchungen am Menschen am besten beschrieben. Wenn in Produkten von „Zeolith“ die Rede ist, sollte Klinoptilolith genannt und sein Anteil angegeben sein – sonst bleibt offen, was wirklich enthalten ist.

Woher der Rohstoff stammt

Die Eigenschaften hängen von der Lagerstätte ab. Reinheit, Begleitmineralien und Kristallstruktur unterscheiden sich von Vorkommen zu Vorkommen. Deshalb sagt die Bezeichnung „Zeolith“ allein noch nichts über die Qualität eines Produkts aus.

Zeolith-Arten: Klinoptilolith und die anderen

Über 40 Zeolith-Minerale kommen in der Natur vor, dazu zahlreiche im Labor hergestellte Typen. Sie unterscheiden sich im Aufbau ihres Kristallgitters und damit in Porengröße, Stabilität und Einsatzgebiet. Für die Einnahme kommt nur eine davon in Frage.

Klinoptilolith

Die am besten untersuchte natürliche Sorte und die einzige, die für die Einnahme eine Rolle spielt. Sie gehört zur Heulandit-Gruppe und hat ein Silizium-Aluminium-Verhältnis von etwa 4 bis 5. Daraus folgt eine hohe Säure- und Temperaturstabilität – Voraussetzung dafür, dass das Mineral die Magenpassage unverändert übersteht.

Chabasit

Ebenfalls ein natürliches Zeolith-Mineral, mit engeren Kanälen als Klinoptilolith und anderem Austauschverhalten. Eingesetzt wird er in der Wasseraufbereitung, als Bodenhilfsstoff und in der Tierhaltung. Untersuchungen zur Anwendung am Menschen liegen dafür nicht in vergleichbarem Umfang vor.

Mordenit

Ein Zeolith, der natürlich vorkommt und auch synthetisch hergestellt wird. Seine Säurestabilität macht ihn als Katalysator und Trockenmittel interessant, etwa in der Erdölverarbeitung. Mit der Anwendung im Darm hat er nichts zu tun – er zeigt aber, wie unterschiedlich die Mitglieder dieser Mineralgruppe genutzt werden.

Synthetische Zeolithe

Im Labor hergestellte Gitter mit exakt eingestellter Porengröße, etwa Zeolith A als Wasserenthärter in Waschmitteln oder ZSM-5 in der Petrochemie. Sie sind keine Naturstoffe und für die Einnahme nicht vorgesehen. Nennt ein Produkt nur ‚Zeolith‘, bleibt offen, welcher Typ enthalten ist.

Zeolith Wirkung: Wie wirkt Zeolith im Körper?

Der Zeolith wirkt ausschließlich im Verdauungstrakt. Er wird nicht in den Blutkreislauf aufgenommen und verlässt den Körper unverändert. Drei Schritte beschreiben, was dabei passiert.

  1. Selektive Bindung

    Die Kanäle im Kristallgitter haben eine feste Größe. Sie wirken wie ein Sieb: Was hineinpasst, wird gebunden – was zu groß ist, bleibt draußen. Darauf beruht die Selektivität.

  2. Ionenaustausch

    Im Gitter sitzen austauschbare Ionen, etwa Calcium. Der Zeolith gibt sie ab und nimmt dafür andere auf – zum Beispiel Schwermetall-Ionen. Es ist ein Tausch, keine Aufnahme.

  3. Natürliche Ausscheidung

    Das Mineral wird samt dem Gebundenen mit dem Stuhl ausgeschieden. Es gelangt nicht ins Blut und reichert sich nicht an.

Kurz gesagt

Der Zeolith arbeitet mechanisch und chemisch im Darm, nicht pharmakologisch im Körper. Genau deshalb ist er als Medizinprodukt zugelassen und nicht als Arzneimittel.

Porengröße, Oberfläche und Austauschkapazität

Drei Kennzahlen beschreiben, was ein Klinoptilolith im Darm leisten kann.

Porengröße. Die Kanäle im Kristallgitter sind nicht zufällig geformt, sondern durch die Gitterstruktur festgelegt. Bei Klinoptilolith liegen ihre Öffnungen im Bereich weniger Zehntel Nanometer – ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter. Was größer ist, gelangt nicht hinein. Deshalb spricht man von selektiver Bindung und nicht von einem Schwamm, der alles aufsaugt.

Innere Oberfläche. Weil das gesamte Gitter von Kanälen durchzogen ist, liegt die nutzbare Oberfläche weit über der äußeren Oberfläche eines Partikels. Wie viel davon zugänglich ist, hängt von der Aufbereitung ab – und damit vom Herstellverfahren.

Kationenaustauschkapazität. Sie gibt an, wie viele austauschbare Ionen ein Gramm Material bereitstellt, und ist das Maß für die Bindungsleistung. Für PMA-Zeolith® ist sie Teil der Rohstoffspezifikation und wird je Charge geprüft.

KI-generiert

Zeolith und die Darmbarriere

Die Darmwand trennt den Darminhalt vom Körperinneren – auf einer Fläche, die größer ist als die der Haut. Drei Ebenen bilden diese Barriere: eine Schleimschicht, darunter eine einlagige Zellschicht und zwischen diesen Zellen Verbindungen, die sie dicht halten. Auf der Schleimschicht sitzt die Darmflora.

Ist die Barriere durchlässig, gelangen Stoffe in den Blutkreislauf, die dort nichts zu suchen haben. In klinischen Untersuchungen mit PMA-Zeolith® wurde unter anderem der Marker Zonulin betrachtet, der die Durchlässigkeit der Darmwand anzeigt.

Der Zeolith wirkt dabei ausschließlich im Darminneren. Er dringt nicht in die Darmwand ein und wird nicht in den Blutkreislauf aufgenommen – was er bindet, verlässt den Körper mit ihm.

Daraus folgt die Zweckbestimmung der Medizinprodukte: Unterstützung der Darmbarriere, nicht Behandlung einer Erkrankung.

KI-generiert

Was PMA-Zeolith® ausmacht

Ein definierter Rohstoff

PMA-Zeolith® ist eine eingetragene Marke. Sie steht für einen festgelegten Rohstoff aus einer bestimmten Lagerstätte, in einem festgelegten Verfahren aufbereitet – nicht für beliebiges Zeolith-Pulver. Nur für diesen Rohstoff gelten die vorliegenden Studienergebnisse.

Medizinprodukt mit CE-Kennzeichnung

Zweckbestimmung, klinische Bewertung, Risikoanalyse, Gebrauchsinformation und ein überwachtes Qualitätssystem sind vorgeschrieben. Als Nahrungsergänzungsmittel darf Klinoptilolith in der EU nicht verkauft werden – dafür fehlt die Novel-Food-Zulassung.

Laufende Prüfung

Rohstoff und Endprodukt werden fortlaufend auf Schwermetalle geprüft, nicht einmalig zur Zulassung. Die Ergebnisse sind nachvollziehbar dokumentiert.

Vom Vulkangestein zum geprüften Medizinprodukt

Zwischen dem Abbau und der fertigen Packung liegen mehrere Schritte: die Auswahl des Rohstoffs, die mechanische Aufbereitung im patentierten PMA-Verfahren – ohne Chemie – und die Prüfung jeder Charge auf Korngröße, Adsorptionskapazität und Reinheit. Erst diese Schritte machen aus einem Gestein einen festgelegten Rohstoff. Wie das Verfahren im Einzelnen abläuft, steht auf der Seite zu PMA-Zeolith®.

Medizinprodukt der Klasse IIb

Die PANACEO-Zeolith-Produkte sind Medizinprodukte der Risikoklasse IIb. Für diese Klasse sind eine klinische Bewertung, ein überwachtes Qualitätsmanagementsystem und die Einbindung einer benannten Stelle vorgeschrieben – je höher die Klasse, desto umfangreicher die Nachweise, die der Hersteller erbringen muss. Die Produkte laufen derzeit nach Richtlinie 93/42/EWG; die Konformitätsbewertung nach der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR, Verordnung (EU) 2017/745) ist eingereicht und wird geprüft. Was das für die Anwendungsdauer bedeutet, steht in der Gebrauchsinformation des jeweiligen Produkts.

Das PMA-Verfahren im Detail

Häufige Fragen – und wo die ausführliche Antwort steht

Hat Zeolith Nebenwirkungen?

Außer gelegentlicher Verstopfung sind bei PMA-Zeolith keine Nebenwirkungen bekannt; so steht es auch in der Gebrauchsinformation. Wichtig sind ausreichend trinken und mindestens 2 Stunden Abstand zu Medikamenten.

Gibt Zeolith Aluminium ab?

Aluminium ist Teil des Kristallgitters und fest gebunden. In einer klinischen Untersuchung stiegen die Aluminiumwerte im Blut nach der Einnahme nicht an; nach vierjähriger Anwendung lagen sie niedriger als zu Beginn.

Zeolith, Bentonit oder Heilerde?

Der Zeolith hat ein starres Gitter und bindet über Ionenaustausch. Bentonit quillt auf und bindet über die Oberfläche. Heilerde ist ein Sammelbegriff für fein gemahlene Erden.

Die richtige Einnahme

Die Tagesmenge steht in der Gebrauchsinformation des jeweiligen Produkts. Drei Dinge gelten unabhängig davon: ausreichend trinken, mindestens 2 Stunden Abstand zu Medikamenten, und in der ersten Woche mit der halben Menge beginnen.

Studienlage zum PMA-Zeolith®

Zu Klinoptilolith liegen Untersuchungen am Menschen und im Tiermodell vor. Für PMA-Zeolith® sind unter anderem eine kontrollierte Pilotstudie bei Reizdarm und eine Auswertung von Blutparametern über vier Jahre veröffentlicht.

Studien im Überblick

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Alle Produkte enthalten PMA-Zeolith. Sie unterscheiden sich in Zweckbestimmung und Darreichungsform.

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Häufige Fragen zu Zeolith

Was ist Zeolith?

Ein Vulkanmineral mit starrem Kristallgitter, entstanden aus Lava und Meerwasser. Für die Anwendung im Darm zählt die Sorte Klinoptilolith.

Woraus besteht Zeolith?

Aus Silizium, Aluminium und Sauerstoff, die gemeinsam das Kristallgitter bilden, sowie aus Wasser und austauschbaren Ionen wie Calcium, Kalium, Natrium und Magnesium in den Kanälen. Das Gitter selbst ist chemisch fest gebunden – ausgetauscht werden nur die Ionen in den Hohlräumen.

Wie wirkt Zeolith?

Über Ionenaustausch in den Kanälen seines Kristallgitters. Er bindet Stoffe im Darm und wird mit ihnen ausgeschieden – aufgenommen wird er nicht.

Was ist Klinoptilolith?

Eine von über 40 Zeolith-Sorten und die einzige, die für die Einnahme eine Rolle spielt. Sie hat die passende Porengröße und ist am besten untersucht.

Was ist der Unterschied zwischen natürlichem und synthetischem Zeolith?

Natürlicher Zeolith entsteht in vulkanischen Lagerstätten über Jahrtausende. Synthetischer wird im Labor hergestellt, mit exakt eingestellter Porengröße für technische Zwecke wie Waschmittel oder Katalysatoren. Für die Einnahme kommt nur natürliches Klinoptilolith in Frage.

Wird Zeolith vom Körper aufgenommen?

Nein. Er wirkt im Verdauungstrakt und wird vollständig wieder ausgeschieden.

Was bedeutet PMA-Zeolith?

Ein definierter Rohstoff aus einer bestimmten Lagerstätte, in einem festgelegten Verfahren aufbereitet. Die vorliegenden Studienergebnisse gelten für genau diesen Rohstoff.

Ist Zeolith ein Medizinprodukt oder ein Nahrungsergänzungsmittel?

Ein Medizinprodukt. Als Nahrungsergänzungsmittel darf Klinoptilolith in der EU nicht verkauft werden, weil die Zulassung als neuartiges Lebensmittel fehlt.

Welche Risikoklasse haben die Zeolith-Medizinprodukte?

Die PANACEO-Produkte sind Medizinprodukte der Klasse IIb. Diese Klasse setzt eine klinische Bewertung, ein überwachtes Qualitätsmanagementsystem und die Einbindung einer benannten Stelle voraus.

Wie lange kann man Zeolith anwenden?

Zeolith ist für die Langzeitanwendung geeignet. Die PANACEO-Produkte sind Medizinprodukte der Klasse IIb – eine Einstufung, die eine Zweckbestimmung über längere Zeiträume voraussetzt. Wie lange und in welcher Menge, steht in der Gebrauchsinformation des jeweiligen Produkts. Bei dauerhafter Medikamenteneinnahme oder anhaltenden Beschwerden die Anwendung ärztlich abklären.

Bindet Zeolith auch Quecksilber?

In einer In-vitro-Untersuchung im Magen-Darm-Milieu wurde PMA-Zeolith® mit mehreren Schwermetallen gleichzeitig getestet. Für Blei, Cadmium, Arsen, Chrom und Nickel zeigte sich eine signifikante Reduktion, für Quecksilber nur eine Bindungstendenz ohne signifikantes Ergebnis. Deshalb führen wir Quecksilber nicht als gebundenen Stoff an.

Dr. Horst Poosch
Regulatorisch geprüft von Dr. Horst Poosch Head of Legal and Regulatory Affairs, PRRC
Studio-Porträt einer Frau mit dunkelbraunem, glattem Bob und grauem Blazer vor hellem Hintergrund
Verfasst von DI Dr. Katrin Greimel Head of Research & Development

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