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Gesundheit & Immunsystem

Curcuma – die Kraft aus der asiatischen Superknolle

Curcuma ist eine traditionsreiche Gewürz- und Heilpflanze, die in Ayurveda und traditioneller asiatischer Medizin seit Jahrtausenden verwendet wird. Wie lassen sich Curcuma, Curcumin und Curcuminoide auch in deinen Alltag bringen? Hier erfährst du, was hinter den Begriffen steckt und was die Forschung untersucht.

Veröffentlicht am Lesezeit ca. 5 Minuten Von Carina Manfredo-Comisso
Frische Curcuma-Wurzel und gelbes Curcuma-Pulver auf einem Tisch
Die gold-gelbe Knolle Curcuma longa wird traditionell in der ayurvedischen Medizin und in der Küche geschätzt.

Wusstest du, dass Curcuma in der traditionellen asiatischen Medizin bereits seit mehreren tausend Jahren verwendet wird? Curcuma (botanisch Curcuma longa) gehört zu den Ingwergewächsen und gilt nicht nur in der Küche als Königspflanze, sondern spielt vor allem in der ayurvedischen Medizin eine Rolle. Die gold-gelbe Knolle aus Südostasien – auch (indischer) Gelbwurz, Gilbwurz, Gelber Ingwer oder indischer Safran genannt – wird traditionell mit verdauungsfördernden und weiteren Eigenschaften in Verbindung gebracht.

Curcuma, Curcumin, Curcuminoide?

Bei den vielen Begriffen verliert man leicht den Überblick. Curcuma bezeichnet die komplette Pflanze. Curcumin ist ihr charakteristischer Hauptinhaltsstoff – ein fettlöslicher sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Curcuminoide, der direkt aus der Wurzel von Curcuma longa gewonnen wird.

Am ehesten kennt man Curcuma als Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen. Über das Gewürzpulver allein nimmt man allerdings nur geringe Mengen Curcumin auf. Viele Menschen greifen daher zu Curcuma-Kapseln. Ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel zeichnet sich vor allem durch einen hohen Gehalt an reinem Curcumin aus.

Was die Forschung untersucht

Curcuma – genauer der Inhaltsstoff Curcumin – steht seit Jahren im Fokus der Wissenschaft. Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit Curcumin in ganz unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel:

  • Entzündliche Prozesse
  • Neurologische Fragestellungen
  • Gelenk- und Muskelbeschwerden
  • Stoffwechsel

Wichtig einzuordnen

Das sind Forschungsfelder – daraus lässt sich weder eine belegte Wirkung noch ein Heilversprechen ableiten. Curcuma bzw. Curcumin ist ein Lebensmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Es ersetzt keine ärztliche Behandlung.

Neben Curcumin enthält die Wurzel weitere Inhaltsstoffe, etwa Kalium sowie ätherische Öle. Insgesamt eine Pflanze, die ihrem Ruf als „Superknolle" alle Ehre macht.

Optimale Aufnahme – was gilt es zu beachten?

Weil Curcumin fettlöslich ist, kann es im Darm nur schwer aufgenommen werden – die Bioverfügbarkeit ist von Haus aus gering, Curcumin wird rasch verstoffwechselt und wieder ausgeschieden. Dem lässt sich entgegenwirken, indem man Piperin (aus schwarzem Pfeffer) ergänzt. Untersuchungen zeigen, dass die Zugabe von 20 mg Piperin zu 2 g Curcumin die Bioverfügbarkeit deutlich erhöhen kann – in einer viel zitierten Studie um rund 2.000 %, also etwa auf das Zwanzigfache.

Curcumin für das tägliche Wohlbefinden

Viele Menschen schätzen Curcuma und seine lange Tradition. Auch die moderne Forschung interessiert sich für dieses Naturprodukt, das längst Brücken vom Orient in den Westen geschlagen hat.

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Literatur: Nieber, K. (2017), S. 65–66. Bioverfügbarkeit vgl. Shoba, G. et al. (1998): Influence of piperine on the pharmacokinetics of curcumin. Planta Medica.

Porträt von Carina Manfredo-Comisso

Carina Manfredo-Comisso

Autorin bei PANACEO – schreibt über Ernährung, Pflanzenstoffe und ein gesundes Immunsystem.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und trifft keine Heilaussagen. Curcuma-Präparate sind Nahrungsergänzungsmittel und ersetzen weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Behandlung. Bei Gallensteinen oder Gallenwegserkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Einnahme blutverdünnender Medikamente solltest du vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.

Häufige Fragen

Fragen zu Curcuma & Curcumin

Curcuma ist die gesamte Pflanze (Curcuma longa). Curcumin ist ihr charakteristischer Hauptinhaltsstoff – ein fettlöslicher sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Curcuminoide.

Curcumin ist fettlöslich und wird im Darm nur schwer aufgenommen. Piperin aus schwarzem Pfeffer kann die Bioverfügbarkeit deutlich erhöhen – laut einer viel zitierten Studie um rund 2.000 %.

Nein. Curcuma-Präparate sind Nahrungsergänzungsmittel und keine Arzneimittel. Sie treffen keine Heilaussagen und ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei Erkrankungen halte vor der Einnahme ärztliche Rücksprache.

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